Feuchtluftzustand und psychrometrische Größen

Wasserdampfpartialdruck

Wasserdampfpartialdruck ist der Druckanteil des Wasserdampfs im Gasgemisch feuchter Luft.

Synonyme
Wasserdampfpartialdruck, Dampfdruck in feuchter Luft

GRÖSSE, SYMBOL UND EINHEIT

Größe / ObjektWasserdampfpartialdruck
Symbolp_w
SIPaPascal
SIkPaKilopascal

Definition

Wasserdampfpartialdruck ist der Druckanteil des Wasserdampfs im Gasgemisch feuchter Luft.

In der üblichen Idealgasdarstellung ist der Gesamtdruck die Summe aus Trockenluft- und Wasserdampfpartialdruck. Der Dampfpartialdruck verbindet relative Luftfeuchte, Taupunkt, Wassergehalt und Sättigungsdruck, ohne mit einer dieser Größen identisch zu sein.

Formel und Variablen

p = p_da + p_w

Bedingungen: Idealgas-Gemischbeziehung für feuchte Luft; alle Drücke müssen dieselben Absolutdruckeinheiten verwenden.

SymbolBedeutungEinheit
pGesamtdruck feuchter LuftPa oder kPa
p_daPartialdruck der trockenen LuftPa oder kPa
p_wPartialdruck des WasserdampfsPa oder kPa

Beziehungen und Unterschiede

Partial- und Sättigungsdruck

p_w beschreibt den tatsächlich vorhandenen Wasserdampf in der Luft. p_ws(T) ist der Sättigungsdruck bei einer bestimmten Temperatur.

Partial- und Gesamtdruck

Der Wasserdampfpartialdruck ist ein Bestandteil des Gesamtdrucks feuchter Luft und nicht der gesamte barometrische Druck.

Technische Bedeutung

  1. Verwenden Sie p_w als gemeinsame Verknüpfung zwischen Berechnungen von relativer Luftfeuchte, Taupunkt und Wassergehalt.
  2. Halten Sie für alle Drücke dieselbe Absolutdruckeinheit und Bezugsbasis ein.

Häufige Missverständnisse

MissverständnisWasserdampfpartialdruck ist dasselbe wie relative Luftfeuchte.

Sachliche ErklärungDer Partialdruck hat eine Druckeinheit; die relative Luftfeuchte ist ein dimensionsloses Verhältnis zwischen tatsächlichem und Sättigungsdampfdruck.

Anwendungsgrenzen

  • Die Idealgas-Gemischbeziehung ist eine technische Näherung, deren Gültigkeitsbereich zur Anwendung passen muss.
  • Der Partialdruck allein gibt weder die Trockenkugeltemperatur noch die für eine Kondensationsvorprüfung erforderliche Oberflächentemperatur an.

Belegquellen

  1. ASHRAE / SRC-ASHRAE-F25-CH01

    ASHRAE Handbook – Fundamentals, Kapitel 1: Psychrometrie ↗

    SI-Ausgabe 2025 / Kapitel 1, Idealgasbeziehungen, Gleichungen 15–21; Zeilen 560–598

    Belegt: Feuchte Luft wird als trockene Luft und Wasserdampf mit jeweiligen Partialdrücken dargestellt; im Idealgasmodell ist der Gesamtdruck die Summe aus Trockenluft- und Wasserdampfpartialdruck; der Wasserdampfpartialdruck hängt mit dem Wassergehalt zusammen

Pflegevermerk

Wasserdampfpartialdruck

Gepflegt von
Yakeclimate-Entwicklungsteam
Maßgebliche Quellen geprüft
3. August 2026
Terminologie geprüft
3. August 2026
Zuletzt aktualisiert
3. August 2026
Begriffs-ID
EKS-HUM-009